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Garage als Lagerraum - Vielseitige Lagerbox

Praktische Fertiggaragen – aber dürfen Sie ohne Weiteres Ihre Garage als Lagerraum nutzen?

Zu dieser Frage möchte Sie OTT Fertiggaragen hier näher informieren. Denn unsere Betonfertiggaragen sind genauso flexibel in der Garagennutzung wie bei der individuellen Garagengestaltung. Die Fertiggaragen sind günstiger als ein vergleichbares massiv errichtetes Gebäude und während Sie selbst bei kleinen anderen Bauten Wochen oder Monate auf die Fertigstellung warten müssen, dauert das Aufstellen einer OTT Fertiggarage meist kaum mehr als eine Stunde.

Was liegt da näher, als eine Garage für den Pkw zu kaufen und gleich noch eine zweite oder dritte zu ordern, um dort Lagerfläche zu schaffen oder vielleicht auch einen Hobbyraum einzurichten? Praktisch und preiswert wäre das auf jeden Fall. Von der sonstigen Wohn-, Nutz- oder Betriebsfläche müsste dann kein Platz mehr geopfert werden. Ein zusätzlicher teurer Massivbau wird auch nicht benötigt.

Nur ist nach den Gesetzen nicht alles erlaubt, was praktisch erscheint.

Was sagt das Baurecht dazu, wenn Sie eine Garage als Lagerraum nutzen möchten?

Der einschlägige Rechtsbereich ist in diesem Fall das öffentliche Baurecht, also jene Vorschriften, die sich mit der Bebauung von Flächen und der späteren Nutzung dieser Bauten beschäftigen. Es teilt sich in zwei Bereiche:

  • Bauplanungsrecht und
  • Bauordnungsrecht

Das Bauplanungsrecht regelt dabei die Bauauflagen oder -genehmigungen, während im Bauordnungsrecht die Nutzungsmöglichkeiten und weitere verwandte Punkte zusammengefasst sind. Sollen aus Garagen Lagerboxen werden, gilt der Blick nach der Zulässigkeit somit dem Bauordnungsrecht.

Das Bauordnungsrecht ist Ländersache. Damit kann es in Deutschland bis zu 16 unterschiedliche Regelungen für einzelne Aspekte geben. Hier soll beispielhaft das Bauordnungsrecht von Baden-Württemberg für eine Veranschaulichung dienen.

Im Ländle stehen dafür die Landesbauordnung und weitere Verordnungen, die für konkrete Fälle präzisieren, was erlaubt und was verboten oder Zweckentfremdung ist. Für unsere Garagen trifft die Garagenverordnung (GaVo) in ihrer letzten Fassung vom 23. Juli 1997 verbindliche Aussagen.

Die Garagenverordnung

Solche Garagenverordnungen ähneln sich bei den Grundzügen in allen Bundesländern. Das Beispiel Baden-Württemberg gibt Ihnen also auch für Ihr Zuhause in einem anderen Bundesland eine gute erste Orientierung, ob die Lagerung in Garagen erlaubt oder verboten ist.

Zunächst beschreibt die Verordnung über Garagen, was überhaupt als Garage gilt beziehungsweise verschiedene Garagenarten: offene und geschlossene Garagen, ober- oder unterirdische Garagen oder automatische Garagen.

Weiter wird nach Größe unterschieden:

  • Kleingaragen mit bis zu 100 Quadratmeter Fläche
  • Mittelgaragen ab 100 bis 1000 Quadratmeter Fläche und
  • Großgaragen mit noch mehr Fläche

Privateigentümer oder Bauherren müssen nach dieser Einteilung also nur noch auf die Regelungen zu Kleingaragen achten. Größere Garagen dürften im Privatbereich äußerst selten errichtet werden.

Die meisten Bestellungen unserer OTT Fertiggaragen fallen ohnehin noch einmal deutlich kleiner aus. Die GaVo in Baden-Württemberg oder anderen Ländern setzt aber auch eine Untergrenze oder Mindestgröße für Garagen fest:

  • fünf Meter Länge und
  • 2,5 Meter Mindestbreite, wenn wie bei einer Betonfertiggarage üblich auf beiden Seiten räumliche Begrenzungen durch feste Wände vorhanden sind

Schnell wird klar, dass diese Forderungen schon einige Jahre alt sein müssen. Tatsächlich stammen sie aus Tagen, als nicht einmal in Amerika die heute so beliebten und verbreiteten SUVs herumfuhren – den 1970ern. Mit den damals viel kleineren Autos genügten diese Maße vollauf, ohne dass das Einparken zur Maßarbeit wurde. Im Gegenteil: Es blieb noch reichlich Fläche rund um die Autos frei. So konnten es sich die Gesetzgeber der Länder gut vorstellen, dass Eigentümer schnell auf die Idee kommen würden, den restlichen Platz der Garagenfläche einfach als Abstellraum zu nutzen.

Deswegen definierten sie die erlaubte Garagennutzung gleich mit. Und dazu heißt es in der Verordnung von Baden-Württemberg dann schlicht:

Garagenstellplätze sind Flächen zum Abstellen von Kraftfahrzeugen in Garagen.“

Mit diesem einen Satz ist schon alles gesagt. In Garagen hat grundsätzlich nur das Kraftfahrzeug zu stehen. Sie dürfen weder Abstellraum noch Rumpelkammer sein und auch eine Werkbank oder ein ganzer Hobbyraum haben hier nichts zu suchen. Von betrieblichen Einrichtungen oder einem Lager mit Werkstoffen ganz zu schweigen. Und es geht noch weiter. Die Garagenverordnung trifft außerdem noch direkte Aussagen über Gegenstände, die sich in der Garage befinden dürfen:

„In Kleingaragen dürfen bis zu 200 l Dieselkraftstoff und bis zu 20 l Benzin in dicht verschlossenen, bruchsicheren Behältern außerhalb von Kraftfahrzeugen aufbewahrt werden“, heißt es da.

Und weiter:

„… andere brennbare Stoffe dürfen in diesen Garagen nur aufbewahrt werden, wenn sie zum Fahrzeugzubehör zählen oder der Unterbringung von Fahrzeugzubehör dienen.“

Hier erhalten Garagen als universelle Abstellräume oder Lagerboxen endgültig eine Absage. Andere Gegenstände als diese Spritreserven und weiteres Fahrzeugzubehör oder ein Regal zur Unterbringung des Zubehörs sind definitiv nicht erlaubt.

Damit dürfen Sie in Baden-Württemberg zwar 200 Liter Diesel in Ihre Garage packen, aber kein Fahrrad.

Bedenkt man, dass Garagenverordnungen vor allem auf Brandschutz und andere Sicherheitsaspekte ausgerichtet sind, erscheinen diese Kraftstoffmengen allerding recht groß. Ohnehin dürfte heute kaum noch ein Eigentümer von Haus, Garten und Garagen wesentlich mehr als ein paar Liter für einen Benzinrasenmäher einlagern. Auch hier liefern die Siebzigerjahre mit ihrer Energiekrise wieder die Erklärung, wie diese Mengenangaben Eingang in die Verordnung finden konnten.

Aber zurück zum Fahrrad: Das haben doch viele in ihren Garagen, wenn der Platz noch reicht. Ist das schon verboten, eine Zweckentfremdung und eine Ordnungswidrigkeit?

Die Garage als Lagerraum

Ein Fahrrad, Fahrradzubehör, ein paar Gartenmöbel oder -geräte, Kinderspielzeug – für all das ist eine Lagerung in Garagen zwar grundsätzlich verboten, weil die Garagenverordnungen keine ausdrückliche Erlaubnis dazu erteilen. Aber Gesetze oder Verordnungen erhalten einen Großteil ihrer Geltung nicht nur durch den genauen Wortlaut, sondern erst durch dessen Auslegung.

Sollen neben dem Kraftfahrzeug auch Fahrräder in der Betonfertiggarage untergebracht werden, lässt die Landesbauordnung Baden-Württemberg dies zu, sofern die Garage groß genug bemessen ist. Hier kann man davon ausgehen, dass bereits bei einer Garagen Gesamtlänge von mindestens 7,00 m für zwei Fahrradstellplätze 200 x 80 cm möglich wären, damit für die KFZ-Stellplatzlänge mind. 5,00 m übrigbleiben.

Allerdings darf durch Lagerung von Gegenstände nie das Ein- und Ausfahren oder Parken in den Garagen behindert werden.

Nun möchten Sie aber mehr oder etwas Anderes dort einlagern oder abstellen. Vielleicht denken Sie auch an einen Hobbyraum oder eine kleine Werkstatt. Was müssen Sie dafür tun?

In jedem Fall sollten Sie die Zweckentfremdung nicht einfach eigenmächtig beginnen. Stichprobenartige oder sogar groß angelegte Kontrollen durch Ämter sind im privaten Bereich zwar überaus selten, aber nach dem Hinweis eines missgünstigen Nachbars könnten Sie dennoch bald überraschenden amtlichen Besuch bekommen …

Und dann droht Ihnen ein empfindliches Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Garagenverordnung.

Begeben Sie sich lieber gleich auf die sichere Seite und stellen Sie einen Antrag auf Nutzungsänderung der baulichen Anlage, sprich Ihrer Garage, bevor Sie Ihr Projekt in Angriff nehmen. In aller Regel dürfte ihrem Ansinnen stattgegebenen werden, falls sie nicht gerade mit hochgefährlichen Stoffen in einem Wohngebiet hantieren wollen.

Aber: Je nach Art Ihres Vorhabens müssen Sie damit rechnen, die verschiedensten Auflagen zu baulichen Veränderungen auferlegt zu bekommen. Denn erhalten Räume oder Garagen andere Nutzungszwecke als die vorgesehenen, verändern sich zumeist auch die baurechtlichen Anforderungen – beispielsweise mehr Brand- oder Lärmschutz.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu der Beantragung, den zuständigen Stellen oder dem konkreten Verfahrensablauf, um legal eine Garage als Lagerraum zu nutzen.

Weiterführende Informationen

fahrradgaragen KatalogGesamtkatalog
"Wenn Sie nach Hause kommen, sehen Sie zuerst Ihr Haus und Ihre Garage".

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