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Dachbegrünungen

Dachbegrünungen
Jährlich werden in Deutschland Millionen von Quadratmetern Dachflächen in blühende Naturoasen verwandelt. Die Idee, Dächer zu begrünen ist weder ein neuer Trend noch traditionell deutsch. Aus dem 6. Jahrhundert zum Beispiel datieren die hängenden Gärten der Semiramis in Babylon und auch im antiken Rom und Athen wurden bereits auf den traditionellen damaligen Flachdächern Dachgärten angelegt und intensiv genutzt.

Doch in Deutschland liegen die historischen Wurzeln „moderner Gründächer“, erklärt Prof. Dr. Manfred Köhler, Landschaftsarchitekt BDLA, Fachgebiet Landschaftsökologie, Hochschule Neubrandenburg, und verweist auf die Ökobewegung seit den 1970er-Jahren. Der deutsche Standard in der Bau- und Vegetationstechnik für Dachbegrünungen ist seit Jahren international führend.

Vor allem im städtischen Bereich empfinden die Bewohner die Dachbegrünung als sehr wichtig, da daraus eine Rückgewinnung von Lebensraum erfolgt und wertvolle Grün-Inseln für Tiere und Pflanzen geschaffen werden. Wo Hausgärten immer kleiner werden oder gar nicht vorhanden sind, bilden Dachflächen eine willkommene Erweiterung des grünen Wohnzimmers.

Kein anderes Baukonzept wie die Dachbegrünung schafft eine vergleichbare Vielfalt an positiven Effekten für Gebäude, Mensch und Umwelt. Sie schmückt nicht nur dem Hausbesitzer das Dach, sondern birgt viele energetische und wirtschaftliche Vorteile und er schafft mit einem hochstehenden Pflanzenparadies neuen Lebensraum für Tiere.

Die positiven Effekte einer Dachbegrünung

Vorteile für die Umwelt
Das Multitalent Gründach trägt dazu bei, das Stadtklima positiv zu beeinflussen. Durch den hohen Versiegelungsgrad und Abwärme von Verkehr, Industrie und Hausbrand werden viele Städte im Sommer zu Hitzeinseln („Urban Heat Island-Effekt“). Vor allem die fehlende nächtliche Abkühlung belastet die Gesundheit der Stadtbevölkerung. Grünflächen können den Energieüberschuss durch Absorption und Wasserverdunstung abbauen und das Stadtklima so wesentlich verbessern.

Wer sich die Natur aufs Dach holt hilft mit, die Auswirkungen des Klimawandels zu entschärfen, denn Feinstaub und klimaschädliches Kohlendioxid werden durch Gräser, Moose oder Kräuter, welche auf grünen Dächern wachsen, gebunden. Forscher schätzen, dass ein Quadratmeter Gründach pro Jahr ca. 200 Gramm Schwebeteilchen aus der Luft filtert.

Gründächer helfen, den Anteil an CO2- in der Luft, und damit einen der Hauptverursacher der globalen Erwärmung, zu reduzieren. Ein Quadratmeter Dachbegrünung kann jährlich ca. fünf Kilogramm CO2 binden, so die Forscher. Des Weiteren können durch einen reduzierten Energie-Verbrauch die Emission weiterer drei Kilogramm CO2 pro Jahr verhindert werden. So absorbiert z. B. 1 Quadratmeter Gründach die gleiche Menge an CO2, die ein normales Auto während einer achtzig Kilometer langen Fahrt ausstoßen würde.

Das Umweltbundesamt (UBA) wertet grüne Dächer als nützliche Investition in den Klimaschutz.

Kosteneinsparung bei Heizung und Kühlung
Im Winter zeigen Gründächer eine gute thermische Isolierung des Gebäudes, da die begrünte Schicht wie eine Wärmedämmung wirkt. Das geschieht zum einen durch die Pflanzen selbst. In ihrem Schutz entsteht ein Kleinklima, das um einiges wärmer ist als die Umgebung. Dazu kommt der Dachaufbau, der mit Wurzelschutzfolie, Dränage und Substrat bei extensiv bepflanzten Dächern eine Höhe von sechs bis zwölf Zentimetern besitzt und als Puffer wirkt. So kann der Garten auf dem Dach bis zu 50 Prozent an Energieersparnis bringen.

Dachbegrünungen in Kombination mit Photovoltaik erhöhen sogar den Wirkungsgrad von Photovoltaikanlagen und somit dessen Leistung, denn je heißer die Solaranlage wird, desto kleiner wird der Stromgewinn. Das lässt sich verhindern, indem die Module in eine Dachbegrünung eingebettet werden. Dank der grünen Matte vermindert sich die Umgebungstemperatur und die Anlage kann im Sommer rund ein Fünftel mehr Energie liefern, so der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Berlin.

Die Naturoase auf dem Dach schützt jedoch nicht nur im Winter gegen Kälte, im Sommer wirkt die Begrünung wie ein Hitzeschild und schafft selbst bei hohen Außentemperaturen ein angenehmes Wohnklima. Nach Untersuchungen von Drefahl (1995) sind die Raumklimawerte einer Dachwohnung bei begrünten Gebäuden mit denen im Erdgeschoss vergleichbar. Hohe Energiekosten durch Klimaanlagen können so vermieden werden.

Schon in den 1990er Jahren wies Prof. Hans-Joachim Liesecke von der Universität Hannover nach, dass die Temperatur unter dem Gründach an heißen Sommertagen bei angenehmen 20 bis 25 Grad bleibt. Mit Kies abgedeckte Flachdächer dagegen heizen sich auf mehr als 50 Grad auf. Schwarze Bitumendächer bringen es sogar auf glühende 90 Grad. Da heißt es Schwitzen oder Kühlanlage einschalten, also kostbare Energie verbrauchen.

Natürlich kann ein Dachgarten nicht die Isolation eines Daches ersetzen. Wer wirklich Heizkosten sparen will, sollte zuerst sein Dach richtig dämmen.

Nutzen für das Bauwerk
Gründächer verlängern die Lebensdauer der Dachabdichtung durch den Wegfall von Extrembeanspruchung bei Spitzentemperaturen im Sommer und im Winter. Bis zu 70 und 100 Grad kann der Temperaturunterschied eines unbegrünten Flachdaches im Jahresverlauf betragen, daher werden normale Flachdächer auch nach etwa 20 Jahren undicht. Das begrünte Dach hingegen ist höchstens Temperaturschwankungen von 30 Grad ausgesetzt, Klima- und Umwelteinflüsse werden abgepuffert, es bringt zudem Schutz vor Hagel, UV-Strahlung und Sturm. Die Lebensdauer der Abdichtung kann sich dadurch ohne weiteres verdoppeln.

Auf Grund der größeren Schwingungsträgheit der Gesamtfläche und der guten Schalladsorption entsteht eine Verbesserung der Luftschalldämmung. Gründächer sollen die Schall-Reflexion um bis zu 3 dB und die Schallldämmung eines Daches um bis zu 8 dB verbessern.

Aber das ist noch längst nicht alles. Das positive Image der Dachbegrünung steigert den Wert eines Gebäudes bzw. Gebäudekomplexes, neben der optischen Aufwertung des Gebäudes können Intensivbegrünungen zudem als zusätzliche Wohn- und Nutzfläche für Freizeit und Spiel dienen. Insbesondere bei einseh- beziehungsweise begehbaren Dachbepflanzungen kann das Arbeits- und Wohnumfeld verbessert werden.

Wissenschaftliche Test sollen bewiesen haben, dass eine Dachbegrünung vor den Auswirkungen elektromagnetischer Strahlen durch Mobilfunk- und Sendeanlagen schützt.

Ökologische Vorteile eines grünen Daches
Gründacher sind wahre Müllschlucker. Durch die Filterung von Luftschadstoffen und des Feinstaubes kann der Elektro Smog in den Städten gemindert werden, außerdem ergibt sich durch die Verdunstung des gespeicherten Wassers eine Verbesserung des Umgebungsklimas in Kühlung und Luftbefeuchtung.

Klimaerwärmung, versiegelte Flächen und Abwärme von Heizungen, Industrie und Verkehr heizen Städte immer stärker auf, nachts können diese kaum noch abkühlen. Das belastet Gesundheit und Lebensqualität. Begrünte Dächer bauen als natürliche Klimaanlagen die eingestrahlte Energie durch Anfeuchten der trockenen heißen Luft wieder ab.

Begrünte Dächer schaffen Ersatzlebensräume für Flora und Fauna. Als Kleinbiotope bilden sie lebendige und erlebnisreiche Standorte in den sonst so sterilen Innenstädten. Vögel, Bienen, Schmetterlinge und Käfer finden hier Nahrung und Unterschlupf. Selbst gefährdete „Rote Listen“-Arten haben sich auf Gründächern Dank der oft ungestörten Lage schon angesiedelt.

Menschen die in Städten leben, nutzen selbst ihre Gründächer sogar zum Anbau von eigenem Obst oder Gemüse, der Duft verschiedenster Kräuter und reifer Tomaten ist keine Seltenheit.

Somit ist auch mitten in der Stadt ist ein großes Stück Natur mit Nutzen für Umwelt und Gesellschaft möglich. Es bedarf dafür nur ein paar gute Ideen. Schon wenige blühende Inseln können die Eintönigkeit der beton- und asphaltgrauen Innenstädte aufbrechen und so das Wohngefühl der Stadtbevölkerung verbessern

Positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt
Üblicherweise verschwindet kostbares Regenwasser überall dort, wo die Landschaft versiegelt ist, ohne Umweg in die Kanalisation. Anders bei einem begrünten Dach. Die Pflanzen verbrauchen das Wasser, es verdunstet und bleibt so im natürlichen Kreislauf.

Ein Begrünungsaufbau kann je nach Bauart 50 bis 90 Prozent der Niederschläge zurück halten, die Überschwemmungsgefahr wird dadurch gemindert, das Kanalisationsnetz und die Kläranlagen werden entlastet und die Abwasserkosten können gesenkt werden.

Voraussetzungen für ein Gründach
Wie sinnvoll und wirtschaftlich eine Dachbegrünung ist, hängt maßgeblich von der Dachkonstruktion ab. Die Dachneigung spielt dabei eine wichtige Rolle. So erfordert ein Flachdach ein anderes Begrünungssystem als ein geneigtes Dach oder gar ein Steildach und es muss jeweils auf die Dachbauweise des Gebäudes Rücksicht genommen werden.

In der Regel wird unter drei verschiedenen Dachkonstruktionen unterschieden:
  • Kaltdach (belüftetes Dach mit Wärmedämmung) und
  • Warmdach (nicht belüftetes Dach mit Wärmedämmung), sowie
  • Umkehrdach (Sonderkonstruktion mit Wärmedämmung oberhalb der Dachabdichtung).
Erst muss die maximale Lastaufnahme des Daches bekannt sein, erst dann kann die Entscheidung für ein Begrünungssystem getroffen werden. Auch die Standortbedingungen wie Himmelsrichtung, Verschattung usw. fließen in die Untersuchungen mit ein, so dass für die Bepflanzungen gute Voraussetzungen zum Anwachsen und Gedeihen bestehen.

Die Dachbegrünungsarten sind in drei Kategorien eingeteilt: Die Extensivbegrünung, die einfache Intensivbegrünung und die normale Intensivbegrünung. Wesentliche Unterscheidungsmerkmale bilden die Kosten, Gewicht, Pflegeaufwand und die Bewässerung. Grundsätzlich eignen sich für die Begrünung nur fachgerecht abgedichtete Dächer mit entsprechender statischer Lastreserve. Es sollte immer nur Abdichtmaterial verwendet werden, welches das nach dem von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) entwickelten „Verfahren zur Untersuchung der Wurzelfestigkeit von Bahnen und Beschichtungen für Dachbegrünungen“ erfolgreich geprüft wurde.

Wichtig ist, dass die Abdichtung eines begrünten Daches entweder selbst wurzelfest ist oder durch Aufbringen einer zusätzlichen Wurzelschutzschicht wurzelfest gemacht wird und dass kein Wasser in das Gebäude eindringen kann. Die nachträgliche Installation einer Dachbegrünung sollte gut überlegt und fachmännisch geplant sein. Dabei können neben Garten- und Landschaftsbaubetrieben auch Architekten, Dachdecker oder Ingenieure behilflich sein.

Die Dachbegrünung sollte am besten im Frühjahr oder aber im Herbst durchgeführt werden.

Die verschiedenen Systeme einer Dachbegrünung im Einzelnen:

In Abhängigkeit von den bautechnischen Gegebenheiten und der Nutzung wird in drei Begrünungsarten unterschieden, welche die jeweilige Pflanzenauswahl und den Vegetationsaspekt entscheidend bestimmen.

Extensivbegrünung
  • Geringer Pflegeaufwand
  • Bewässerung nur in der Anwachsphase notwendig
  • Gewicht 50 - 150 kg / m²
  • geringer Kostenaufwand
Die Bepflanzung stellt einen rein ökologischen Schutzbelag dar, wird eher dünnschichtig aufgebaut und ist für eine einfache Flora für ungenutzte Dachflächen geeignet. Neben trockenresistenten Kräutern, Moosen und Gräsern kommen insbesondere verschiedene Sedumarten zum Einsatz. Mauerpfeffer zusammen mit Moos beispielsweise eignet sich hervorragend für Dächer, die nicht allzuviel „Last“ tragen können.

Diese Art der Begrünung ist sowohl auf Flachdächern wie auch auf geneigten Dächern möglich, wobei hier abhängig von der Dachneigung, unter Umständen eine Rutsch- und Schubsicherung angebracht werden muss.

Als Regelaufbau für extensive Dachbegrünungen haben sich mehrschichtige Bauweisen mit Funktionstrennung der Vegetationstrag-, Filter- und Dränschicht durchgesetzt. Die Aufgaben der Vegetationstragschicht übernimmt ein mineralisch zusammengesetztes Substrat mit geringen organischen Anteilen. Das Substrat muss Wasser und Nährstoffe speichern können und den Pflanzen genügend Wurzelraum zur Verfügung stellen.

Sehr praktisch und dazu noch unkrautfrei sind Vegetationsmatten welche für die Extensivbegrünung verwendet werden können. Diese Matten sind bereits fertig bepflanzt und können ähnlich wie ein Rollrasen einfach auf der Aufbauschicht ausgelegt werden. Sie sind besonders pflegeleicht, da sie bereits vollständig bewachsen sind und Unkraut nicht mehr wachsen kann.

Einfache Intensivbegrünung
  • mittlerer Pflegeaufwand
  • eine periodische Bewässerung ist notwendig
  • Gewicht 150 – 200 kg / m²
  • mittlerer Kostenaufwand
Die vielfältige Gestaltungsmöglichkeit in der Bepflanzung sorgt für echte Gartenfreude. Die Palette reicht von Wildwiesencharakter über die Pflanzung von Stauden und Kleingehölzen bis hin zur Nutzung als Gemüsegarten. Da die höhere Substratschicht mit Humus angereichert wird, ermöglicht sie mehr Freiräume bei der Auswahl der Pflanzenarten. Mindestens zweimal im Jahr sollte ein Kontrollgang durchgeführt werden, um Aufwüchse von Fremdgehölzen und gegebenenfalls Unrat zu entfernen. Dabei sollten auch die Entwässerungseinrichtungen überprüft werden.

Intensivbegrünung
  • hoher Pflegeaufwand
  • es ist eine regelmäßige Bewässerung notwendig
  • Gewicht 150-500 kg/m²
  • hoher Kostenaufwand
Mit einer Intensivbegrünung lassen sich Dachgärten individuell gestalten. Die Bepflanzung lässt nahezu keine Wünsche offen. Von Rasen über Stauden, Sträucher und Bäume ist wie bei einem normalen Gartengrundstück auf Grund des höheren Schichtaufbaues alles möglich. Diese Dachoasen müssen jedoch intensiv gepflegt werden, wozu insbesondere eine regelmäßige Versorgung mit Wasser dazu gehört.

Weitere Gestaltungselemente wie Sitzplätze, Spielbereiche und Teiche bringen für die Hausbewohner ein deutliches Plus an Lebensqualität. Die Planung von Intensivbegrünungen und insbesondere die objektbezogene Pflanzenauswahl erfordert entsprechende Fachkenntnisse.

Pflegeaufwand für die grüne Oase auf dem Dach
Das jahreszeitliche Farbenspiel einer bepflanzten Fläche erfreut das menschliche Auge. Dachbegrünungen bilden dabei keine Ausnahme. Es muss einem aber bewusst sein, dass eine grüne Oase auf dem Dach auch mit einem Pflegeaufwand verbunden ist, der sich, je nach Art der Begrünung mehr oder weniger intensiv gestaltet. Bei einer extensiven Dachbegrünung dauert es etwa ein Jahr bis sich die Vegetation nach Fertigstellung des Schichtaufbaues etabliert hat.

Die anschließende Pflege kann unter anderem folgende Maßnahmen erforderlich machen:
  • Entfernen von Laub, Säubern von Kontrollschächten und Abläufen einmal im Jahr
  • Bewässerung im Erstellungsjahr und eventuell
  • Nachsaaten bzw. Nachpflanzen, sowie das
  • Freihalten von Rand- und Sicherheitsstreifen von unerwünschtem Bewuchs.

Bei Gras-, Krautbegrünungen ist ein Regenerationsschnitt nach der Samenreife notwendig, damit sich kein dichter Pflanzenfilz bildet. Das Mähgut ist vom Dach zu entfernen.

Dachbegrünung mit Solaranlage
Durch die kühlende Wirkung der Pflanzen kann die Leistungsfähigkeit der Solarmodule sogar gesteigert werden. Spezielle Aufbauten für die Kombination einer Dachbegrünung zusammen mit einer Solaranlage gewährleistet einen ausreichenden Abstand zwischen den Solarpanels und der Substratschicht, so dass die Pflanzen in ausreichender Form Licht und Wasser erhalten und eine entsprechende Pflege notwendig ist.

Die Wärmedämmung eines Gebäudes kann durch die Begrünung soweit optimiert werden, dass die Nutzung von Sonnenenergie zur Warmwasseraufbereitung bzw. Heizungsunterstützung überhaupt interessant mach.

Worauf bei der Bepflanzung zu achten ist
Für die Ansiedlung von Insekten und Spinnen spielt das Substrat eine große Rolle. Deswegen sollten Erde, Sand und Kiesel für das Gründach-Substrat möglichst aus der näheren Umgebung stammen. Die Benutzung von Erde aus der Region bei der Anpflanzung fördert die lokale Pflanzenvielfalt, da diese Erde eine Sporen- und Samenbank mit regionalen Pflanzenarten und Mikroorganismen enthält. Am besten man holt sich für eine naturnahe Anpflanzung von Beginn an Unterstützung von Experten.

Moose sind attraktiv und nutzbringend zugleich, sie können ein Vielfaches ihres Trockengewichtes an Wasserspeichern und können es ganz langsam durch Verdunstung wieder abgeben. Dies bedeutet, dass unter Umständen Moose auf den Dächern den Regenwasserablauf völlig überflüssig machen. Der grüne Pelz ist austrockungsresistent und muss deshalb nicht gegossen werden.

Je höher der Erdaufbau ist, umso mehr Pflanzen können auf dem Dach gedeihen. Ab einer 15 cm starken Erdschicht können zum Beispiel Ziergräser wie Schwingel (Festuca), Segge (Carex) oder Zittergras (Briza) die Auswahl ergänzen, ebenso eine Reihe genügsamre Stauden wie Küchenschelle (Pulsatilla), Silberwurz (Dryas) oder Fingerkraut (Potentilla). Die Schichthöhe wiederum ist abhängig von der Nutzlast des Daches. Selbstverständlich eignen sich alle hitzetauglichen Kräuter wie Salbei, Thymian und Lavendel.

Kosten einer Dachbegrünung
Dächer zu begrünen bietet sowohl gewerblichen Gebäuden wie auch dem privaten Hausbesitzer Vorteile und Nutzen, die sich direkt oder indirekt bezahlt machen. Im Vergleich mit einem Kiesdach spart man dafür bei den Sanierungskosten.

Grundsätzlich lassen sich Garagen und Carports einfacher und kostengünstiger begrünen als Dächer größerer Gebäude oder Dachneigungen. Der Systemaufbau an Schrägdächern muss zudem an die geneigten Bedingungen angepasst werden.

Eine extensive Dachbegrünung ist bereits zwischen 25 – 35 Euro pro m² zu haben. Da auch für Kiesbeläge Kosten von ca. 10 Euro pro m² angesetzt werden müssen, beträgt der Aufpreis für den grünen Schutzbelag nur etwa 15 – 25 Euro pro ². Bei Intensivbegrünungen von Dächern und Dachgarten hängen die Begrünungskosten sehr stark von den individuellen Gestaltungswünschen ab.

Besonders eine nachträgliche Installation der Dachbegrünung sollte gut überlegt und fachmännisch geplant werden. Neben Garten- und Landschaftsbaubetrieben sind auch Architekten, Dachdecker oder Ingenieure behilflich.

Ist eine Baugenehmigung für die Dachbegrünung notwendig?
Extensive Dachbegrünungen sind nicht genehmigungspflichtig. Beim begehbaren Dachgrün und Dachterrassen sieht das allerdings ganz anders aus. Hier können durchaus Grenzabstände wie bei Balkonen zur Geltung kommen. Daher ist es auf jeden Fall ratsam, vorher eine Genehmigung einzuholen.

Bei Fertiggaragen stellen die Hersteller zur Erlangung der Baugenehmigung Typenblätter der jeweiligen Garage, sowie eine hierfür gültige Statik oder Typenberechnung zur Verfügung, welche dem Bauantrag beigefügt werden können.

Gemäß § 9 Absatz 1 Nr. 25 a Baugesetzbuch (BauGB) kann jede Gemeinde Begrünungsmaßnahmen auf Dächern in Ihren Bebauungsplänen als Pflanzgebot festschreiben. Es ist daher ratsam vor Beginn der Begrünung sich ausreichend zu informieren.

Öffentliche Zuschüsse für Dachbegrünungen
Trotz finanzieller knapper Mittel gewähren einige Städte und Gemeinden finanzielle Zuschüsse für Dachbegrünungen. Es gibt dabei verschiedene Subventionsmodelle. So müssen zum Beispiel die Besitzer von begrünten Dächern in vielen Regionen deutlich weniger Niederschlagswassergebühren bezahlen.

Auch von der KfW-Bank kann es eine staatliche Förderung für ein Gründach geben. Die Unterstützung wird entweder in Form eines Zuschusses oder eines zinsgünstigen Kredites gewährt. Der Antrag auf das Förderungsgeld muss vor Beginn der Dachbegrünung gestellt werden, auch sind gewisse Voraussetzungen für die Dachbegrünung im Rahmen der Dachdämmung zu erfüllen. Erster Ansprechpartner hierzu ist immer die eigene Hausbank.

Nachfolgend ein paar Links zum Thema Dachbegrünung:

Wikipedia Informationen zur Bauwerksbegrünung
https://de.wikipedia.org/wiki/Dachbegr%C3%BCnung

Plattform zur Dachbegrünung
http://www.baunetzwissen.de/standardartikel/standardartikel_156677.htm

Informationen rund um das grüne Dach
http://www.gruendaecher.de/

Experiment zur Ansiedlung von Wildpflanzen auf Dachflächen
https://www.al.hs-osnabrueck.de/dachbegruenung.html

Deutscher Dachgärtnerverband e.V.
http://www.dachgaertnerverband.de/index.php

Bayrische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
http://www.lwg.bayern.de/landespflege/urbanes_gruen/085340/index.php

Informationen über Fördermittel für grüne Hausdächer
http://www.foerdermittel-aktuell.de/tag/dachbegruenung/

Informationen unter welchen Voraussetzungen Dächer begrünt werden dürfen
http://www.gruendaecher.de/Genehmigung.aspx

Gartenzeitung.com – Wissenswertes zur Dachbegrünung
http://magazin.gartenzeitung.com/Das-Dach-Hausdach/Dachbegrunung-intensive-extensive-Kosten-Bepflanzung/Dachbegrunung-Genehmigung-Vorteile-Nachteile.html

Ratgeber für alle die ihr Carpot oder die Garage begrünen wollen
http://www.dachbegruenung-ratgeber.de/

Begrünungstechnik für Dach und Fassade
http://www.dachbegruenung-nrw.de/

Infoseite für ökologisches Bauen und Dachbegrünung
http://www.oekologisch-bauen.info/baustoffe/dach/dachbegruenung.html

Wegweiser durch den Förderdschungel für das grüne Dach
http://www.oekologisch-bauen.info/baustoffe/dach/foerderung-dachbegruenung.html

Gute Tipps zum Thema Dachbegrünung
http://www.foerdermittel-auskunft.de/die-besten-tipps-zum-thema-dachbegruenung/

Bekiesung für grüne Dächer
http://www.olymp-gruene-daecher.de/index.html

Dienstleister für fachgerechte Ausführung der Abdichtung und Dachbegrünung nach den FLL-Richtlinien.
http://www.schroeder-gruendach.de/index.html

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